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Fünf G-winnt


Ein Bericht von: Off Road - Das 4x4 Magazin für die Freiheit auf Rädern


Daniel Wiesel von GFG schafft das, wovon Fernreisende und Nutzanwender schon Langem träumen.
Der Gothaer Sternen-Spezialist baut die erste zivile Doka-Version des Mercedes-Benz G Professional.

Hey, das Ding sieht aus, wie wenn es direkt in Graz vom Band gelaufen wäre. Fehlanzeige! Zwar verbaut die Crew um Daniel Wiesel ausschließlich Mercedes-Originalteile, doch auf einen Doppelkabiner wartete man bisher vergebens. Wonach sich Privatkunden seit Jahren die Finger lecken, ist nun nicht mehr nur dem Militär zugänglich: der Doppelkabiner-G mit langem Radstand. 

Wie wird´s gemacht?
Ganz "einfach". Die Jungs um Wiesel nehmen ein langes Fahrgestell (3400 mm) mit Single-Kabine - das gibt´s für den Stern-Kunden offiziell im Showroom. Darauf wird eine geänderte 5 Türer-Karosse des "normalen" Professional (2850mm) gesetzt.

Doch was macht den gängigen Offroader zum Doka-Pick-up?
Zuallererst der beherzte Umgang mit den Trennschneider. Denn die 5-türige Hütte wird gnadenlos hinter der C-Säule abgeschnitten. Die neue Rückwand samt Panoramafenster stammt aus dem Mercedes-Teileregal und wird - optisch nicht zu erkennen - hinter der Rückbank eingesetzt. Fertig! Der Mercedes G Professional-Doka!

Wiesel verpasst dem Ganzen noch 255/85 R16 Mud Terrains von BFGoodrich, die - man würde es kaum anders erwarten - auf martialischen Hutchinson-Beadlock Felgen montiert sind.

Leistungsmäßig kann beim 3-Liter-V6-CDI-Triebwerk zwischen drei Versionen gewählt werden: 
Standard 184 PS, 224 PS in der zweiten Stufe und bis zu 258 PS in Stufe 3 (Preise auf Anfrage).

Generell verfügt der Geländegänger über ein Fünfgang-Automatik-Getriebe und drei serienmäßige Achssperren. Je nach Ausführung (3,49 bis 4,30 t) erreicht der Doka-Pick-up eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und ist aufgrund der Pkw-ähnlichen Abmessungen voll "containerfähig".

Der Preis des Komplettfahrzeuges liegt bei satten 94.560,- Euro, bei angeliefertem G geht der Umbau bei 22.500,- Euro los.

T: Järg Kübler, F: Uwe Fische